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Pinocchio

Schwarzwälder Bote, 19.2.2019, Balingen

Kleiner Holzkopf singt und tanzt sich in die Kinderherzen!

Balingen. Ganz schön blöd, wenn man einem an der Nasenspitze jede kleine Schwindelei ansieht. Pinocchio trifft es ganz hart. Die Nase der Holzpuppe vergrößert sich mit jeden Streich. Ein sehr gelungener Streich war die Aufführung der Kleinen Oper Bad Homburg in Zusammenarbeit mit der Jugendmusikschule am Sonntagnachmittag in der Balinger Stadthalle.

Klar stand Spaß im Vordergrund für die vorwiegend jungen Zuschauer. Aber: So ganz nebenbei haben sie bekannte Opern- und Operettenmelodien gehört. Und für gut befunden, denn neben viel Lachen und Klatschen hielt es nicht immer alle auf den Sitzen. Da wurde getanzt und mitgesungen. Gewollt von den Akteuren. Denn dieser "Pinocchio" ist einer zum Mitmachen. Live begleitet von einem Pianisten und den jungen Balinger Musikern im Orchestergraben. Da kann Musikschulchef Dirk Benkwitz stolz sein auf seine Schützlinge.

Etwas schwerer hat es da Holzschnitzer Geppetto. Nichts wünscht er sich sehnlicher als einen Sohn. Den aber kann er sich nur aus einem Stück Holz schnitzen. Die Puppe lebt, er tauft sie Pinocchio. Wie aber wird aus der Holzpuppe ein Bub aus Fleisch und Blut? Da kann nur die blaue Fee helfen. Alles wäre ganz einfach, wenn der kleine Holzkopf nicht so neugierig und ungezogen wäre. Denn eigentlich muss Pinocchio nur beweisen, dass er lieb und ehrlich ist.

Vor seinem Vater kann er seine kleinen Ausrutscher nicht verheimlichen. Seine Nase wird länger und länger. Und auf Schule hat der Junge sowieso keine Lust. Lieber reist er mit einer Schaustellertruppe herum. Vom Direktor bekommt Pinocchio fünf Goldmünzen. Er will zurück zu seinem Vater, doch die Bösewichte Fuchs und Kater trachten ihm nach dem Geld. Die blaue Fee könnte helfen, doch der neugierige Bub hört nicht auf sie. Aber er ist stark und mutig. Am Ende, klar, geht alles gut aus. Für die Zuschauer vielleicht zu schnell, sie applaudierten begeistert.

Geschrieben hat die Geschichte Carlo Collodi. Seinen ersten Auftritt hatte Pinocchio 1881 in einer italienischen Wochenzeitung. Zwei Jahre später erschien ein Buch über den Hampelmann, und die Geschichte über Gut und Böse, Liebe, Familie und schließlich die Entscheidung für ein ehrliches, hilfsbereites Leben trat ihren Siegeszug in die Kinderzimmer an.

Einen Siegeszug nennen kann man die Aufführung in Balingen durchaus: Die bunten, fantasievollen Kostüme, die Spiellust der Sänger und nicht zuletzt die kluge Auswahl der spannendsten Szenen aus dem Leben der kleinen Holzpuppe machten aus dem Nachmittag einen spaßigen, kurzweiligen Nachmittag für die ganze Familie.

Westfälische Nachrichten, 18.12.2018, Warendorf

Unterhaltsame Botschaft-Pinocchio ein voller Erfolg!

Warendorf - Solch‘ eine liebevolle und gleichzeitig ganz hochwertige Inszenierung einer allseits bekannten Geschichte als Familienmusicals erlebt man nicht alle Tage. Beim „Pinocchio“ haben die Akteure der Kleinen Oper Bad Homburg Benedikt Fox als Pianist, der Sänger Wolfgang Vetter und die Sängerin Jana Degebrodt ihre ganzen Qualitäten einbringen können.

Schon der Name Kleine Oper Bad Homburg machte neugierig, denn hier haben sich engagierte und überaus professionelle Musiker zusammengefunden, um sich Werke wie Mozarts „Zauberflöte“, Humperdincks „Hänsel und Gretel“ oder Wilhelm Buschs  „Max und Moritz“ vorzunehmen. Da passte eine Musicalübertragung von der Geschichte aus der Feder Carlo Gollodi von den Abenteuern des Pinocchio natürlich bestens ins Konzept. Aber was die begeisterten kleinen und großen Theaterfreunde am Sonntagnachmittag erlebten, ging über den Standard eines Musicals weit hinaus. Da erlebte man Opernsänger auf einem stilistischen Crossover durch die Musikgeschichte, erklangen vom Pianisten begleitet Melodien von Tschaikowski bis Mozart und Brahms. Mit Akribie und Feingefühl waren Pinocchio, Geppetto, die blaue Fee oder auch der kleine Kobold, der auf der Bühne des Theaters am Wall sein Unwesen trieb, entworfen.

Mit kleinen humoristischen Prisen war die Geschichte gewürzt, so dass neben dem „pädagogischen“ Anspruch auch die Unterhaltung nie zu kurz kam. Selbst aus dem Popbereich hatte so manche kleine Melodie den Weg in diese facettenreiche Inszenierung gefunden. Da verging die Zeit wie im Fluge, war man vom ersten bis zum letzten Moment ganz in der Geschichte und konnte vom dem lebendigen Spiel und der Musik einfach nicht genug bekommen.

Der pädagogische Ansatz – schließlich geht es in der Geschichte von Carlo Collodi ja auch um Faulheit, Lügen, Ungehorsam – wurde aber ohne den oft üblichen „erhobenen“ Zeigefinger präsentiert. Klare Entscheidungen fällen, Verantwortung für sein Leben übernehmen und seinen eigenen Weg gehen: Diese Botschaft vermittelte das Ensemble der Kleinen Oper Bad Homburg mit dieser lebendigen und farbenfrohen Inszenierung ganz exquisit.

Wenn spannende Unterhaltung auf so hohem künstlerischen Niveau präsentiert wird, dann findet sie immer ein begeistertes Publikum und das zeigte sich auch an diesem turbulenten Nachmittag. Der Dank gilt aber nicht nur den Akteuren für ihre überaus mitreißendes Spiel, sondern auch den Programmgestaltern vom Theater am Wall, die ein hochwertiges Angebot auch für die „jüngere“ Generation auf die Bühne bringen.

Rheinische Post, 29.10.2018, Wittlich

Pinocchio lockte, rockte und begeisterte viele, viele Kinder

Auf Einladung des Kulturamtes der Stadt Wittlich gastierte die Kleine Oper Bad Homburg im Jugendheim St. Bernhard. Aufgeführt wurde das Familienmusical „Pinocchio“. Die alte Geschichte des Schreiners Gepetto und seiner lebendigen Holzpuppe Pinocchio erdachte Carlo Collodi bereits 1881, und bis heute sind Entstehen, Abenteuer und Läuterung der Puppe populär und durch die zahlreichen Aufbereitungen als Buch, Film oder Hörspiel eigentlich allen Kindern bekannt.

Und so freuten sich die vielen kleinen und auch großen Besucher über den Holzklotz, der bereits völlig unfertig seine Umgebung ärgerte, über das Schnitzwerk Gepettos, die Frechheiten Pinocchios, die wunderschöne Fee, die Bösewichter Fuchs und Katze und alle übrigen Darsteller. Großes Entzücken rief auch die Schnecke hervor, die immer wieder bei ihrem Versuch, ein Salatblatt zu genießen, gestört wurde.

Ein aufwendiges und stimmungsvolles Bühnenbild ermöglichte Impressionen, die bewegten und auch neugierig machten. Flexibel wurden Stellwände gewendet, Beleuchtung gezielt eingesetzt, und so verwandelte sich die Waldlandschaft in Sekunden in eine Unterwasserwelt, statt Pilzen leuchteten Fische und zauberten Erstaunen in viele Kinderaugen. Gekonnt auch der Einsatz der Musik, ob Brahms, Operettenmelodien, CanCan oder Rockmusik, die Auswahl passte immer genau zu den Szenen und verlieh ihnen Tiefe und Ausdrucksstärke.

Eine gelungene Aufführung, ein wunderbarer Einstieg in die Welt der Oper und des Musicals, den die Kinder, Eltern und Großeltern mit lang anhaltendem Applaus honorierten.

Pinocchio Premiere Homburger Woche 1
Pinocchio Premiere Homburger Woche 2
Pinocchio Wittlich
Pinocchio Warendorf

© Kleine Oper Bad Homburg